Meet the team: Dani Bühler

Sobald Dani sich aufs Fahrrad setzt, kommen ihm die Ideen. Zu viele, um sie alle umzusetzen, wobei ihm die «Zeit» beim Priorisieren hilft. Der Allrounder hat aus seiner Sicht die Welt nicht grundlegend verändert, versucht sie aber in den kleinen Dingen immer wieder zu verbessern.

  • Geboren in: Luzern
  • Geburtstag: 1. April 1968 (kein Scherz)
  • Sternzeichen: Widder
  • Abschluss: Elektroingenieur (HTL)
  • Lebt in: Luzern 
  • Arbeitet in: Baar
  • Aktuelle Projekte: Verschiedene Kundenprojekte und technische Infrastruktur für BSI
Dani Bühler Portrait Breitformat
Der Mann mit den verbalen T-Shirts: Schon als kleiner Junge hat Dani Bühler immer alles zerlegt, weil er wissen wollte, wie es funktioniert.

Rodney Mullen kombiniert naturwissenschaftliches Wissen mit sportlichem Können, um Neues zu kreieren. Wie gehst du vor?

Ich zerlege alles in seine Einzelteile, um sie dann neu zusammenzusetzen. So habe ich zu Hause eine eigene Fahrradwerkstatt und repariere meine Fahrräder selbst. Das «Zerlegen» mache ich auch in der Fotografie. Dort ist mir wichtig, dass ich alles manuell einstellen kann. Die Automatikmodi schränken mich viel zu stark ein. So habe ich auf Wanderungen oft meine Lichtfeldkamera dabei. Mit einer solchen Kamera kann ich die Bildschärfe im Nachhinein beliebig anpassen.

Was ist für dich wirklich «Neu»?

Nebst einer neuartigen Idee ist die Umsetzung meiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil. In der letzten Ausgabe haben wir ja unseren Wert «Wir machen es.» kennengelernt. Dieser hat meiner Meinung nach einen starken Zusammenhang mit Innovationen. Denn nur wenn etwas gemacht wird, kann auch was Neues entstehen. Auch etwas Ästhetisches kann für mich sehr innovativ sein. Man merkt immer dann, dass etwas innovativ war, wenn einem ein Licht aufgeht und man sich selbst fragt: «Wieso war das nicht früher schon so?»

Inwiefern siehst du dich als Innovator?

Ich habe die Fähigkeit, zu erkennen, wenn etwas fehlerhaft und/oder optimierbar ist. So habe ich zwar ein sehr schlechtes Namens- oder Wortgedächtnis, kann mir aber alles mit bestimmten Mustern oder in einem bestimmten Kontext merken. Mit dieser Eigenschaft erkenne ich zum Beispiel Fehler in Software-Codes sehr schnell. Ich interessiere mich ausserdem sehr für Innovationen aus der Vergangenheit und nutze sie als Inspiration. So begeistern mich zum Beispiel eine 100-jährige Dampfschleuder oder die vielen Bauten von Gustave Eiffel in Frankreich.

Schwarze Katze
Lieblingstier: Lucy, meine Katze
Ein blauer Früchtekorb
Lieblingsessen: Allesesser, ich bin der Koch zu Hause
Dani Bühler auf Fahrrad
Lieblingshobby: Fahrradfahren
3 Lytro-Lichtfeldkameras
Lieblingsgadget: Lytro-Lichtfeldkamera

Denkst du, dass deine Erziehung oder Ausbildung Einfluss auf deinen Erfindergeist hat?

Ja, ich denke, beides hat Einfluss. Als studierter Elek-troingenieur habe ich bestimmt ein gewisses Flair für «Erfindungen». Schon als kleiner Junge habe ich immer alles zerlegt, weil ich wissen wollte, wie es funktioniert. Aber auch mein Vater hat mir einiges mit auf den Weg gegeben. Er baute früher sein eigenes Haus und sein eigenes Segelschiff. Auch ich habe mit 32 Jahren ein Haus gekauft und umgebaut, und das Segelschiff ist immer noch in unserer Familie.

Die meisten neuen Ideen kommen dir beim Fahrradfahren. Weshalb?

Die physische Betätigung regt bekanntlich nicht nur den Körper, sondern auch den Geist an. So verarbeite ich zum Beispiel auf der Heimreise mit dem Fahrrad den vergangenen Tag, habe genügend Zeit, über Dinge nachzudenken und Ideen auszuhecken. Sobald ich am Ziel ankomme, schreibe ich mir die Ideen auf.

Und wie gehst du denn vor, wenn du eine Idee umsetzen möchtest?

Ich benutze die «Timeboxing»-Methode. Hierbei lege ich für jede Idee einen festen Zeitrahmen fest. Wenn die Deadline vor der Umsetzung erreicht ist, dann lasse ich es bleiben und widme meine Zeit etwas anderem. Die Lösung folgt später meist spontan. Diese Methode versuche ich übrigens auch in BSI Projekten zu etablieren.

Wie teilst du deine Erfahrungen mit anderen?

Wichtige Informationen oder Erfahrungen bei BSI teile ich im internen Wiki, so haben alle darauf Zugriff. Ansonsten bin ich aber nicht in Foren oder Ähnlichem tätig. Ich bevorzuge den persönlichen Austausch. Das ist auch der Grund, weshalb ich nicht auf Facebook bin.

Dani Bühler in der Werkstatt
In der eigenen Fahrradwerkstatt repariert Dani seine Velos selber.

Du bist dafür seit zwölf Jahren bei BSI. Welche Aufgaben nimmst du hier wahr?

Alle (lacht). Ich sehe mich als Integrator, vernetze zum Beispiel unsere verschiedenen Standorte, repariere PC-Netzteile, setze Mailserver auf und verbinde sie mit BSI CRM – sowohl für uns intern als auch für unsere Kunden. Ich betätige mich von der Softwarearchitektur bis zum Bit-Zählen.

Was gefällt dir am meisten an BSI?

BSI bietet die Möglichkeit, «innovativ» zu sein. Wenn etwas stört, dann kann und soll man etwas dagegen machen. Auch wenn gewisse Neuerungen im Einzelfall nur Kosten zu verursachen scheinen, zahlen sie sich meistens für die ganze Firma aus. BSI erlaubt diesen Weitblick.

Welches Ziel hast du bei BSI?

Ich habe nicht ein grosses, aber immer wieder neue kleine Ziele bei BSI. So wird es mir nie langweilig. An der Magnetwand, wo alle Porträts von uns BSI-lern mit Lieblingssatz hängen, steht auch deshalb bei mir «Ich liebe Abwechslungen».

Was bedeutet der Wert «Wir sind Handwerker» für dich?

Dieser Wert entspricht mir sehr. Ich halte nicht viel von Börsenspekulationen und bin der Meinung, dass man auch heutzutage für sein Geld «arbeiten» muss. Alles andere kann nicht nachhaltig sein.

Es steht wieder ein spezielles Wort auf deinem T-Shirt. Was willst du damit mitteilen?

Ich finde das Konzept dieses T-Shirt-Anbieters genial. Wie man mit einem einzigen Wort eine ganze Aussage machen kann, die zum Denken anregt, aber auch eine einfache Konversation provoziert. Abgesehen vom Wort faszinieren mich das Kontrastspiel der Farben und die auf eine kleine Anzahl begrenzte Auflage.