Technik und Internationalität im Kern

Manche Familienunternehmen zählen zu den bedeutendsten Firmen der Welt. Andere erkennen nur Insider: Mit den grossen Unternehmen in Familienbesitz hat Deutschland eine Unternehmensform hervorgebracht, die auf der ganzen Welt Anerkennung findet. Mit AGRO stellen wir Ihnen heute einen Eclipse Scout Kunden in Familienbesitz vor, der weltweit tätiger und europaweit führender Produzent und Lieferant von Federkernen ist und Nacht für Nacht für Ihren gesunden Schlaf sorgt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie heute Morgen auf einer Matratze mit einem Federkern von AGRO aufgewacht sind, ist hoch: AGRO ist ein weltweiter Topanbieter für Federkerne. Im Familienunternehmen aus Bad Essen arbeiten inzwischen die zweite und dritte Generation täglich daran, den Schlafkomfort der Menschen rund um den Globus zu verbessern. Der typische AGRO-Kunde ist nicht der Endkunde, sondern die Matratzenindustrie. Als Entwickler, Produzent und Lieferant von Federkernen ist AGRO für sie ein innovativer und verlässlicher Partner mit Produktionsstandort in Deutschland.

Sehr individuelle Anforderungen an die Software

So einzigartig das Unternehmen ist, so einzigartig sind auch die Anforderungen an die Unternehmenssoftware. Schliesslich handelt es sich bei den Maschinen für die Federkernproduktion nicht um Massenware. Nils Israel, Leiter Informationstechnik bei AGRO, ist für die Datenbankanwendungen bei AGRO verantwortlich. Sein Ziel war es, nicht zu viele verschiedene Systeme zu bewirtschaften. Deshalb wollte der IT-Experte einen Standard für Datenbankanwendungen etablieren. Nach der Sichtung und Prüfung verschiedener Konzepte und Technologien entschied sich AGRO für das Open Source Framework Eclipse Scout: «Einerseits hatte ich bereits gute Erfahrungen mit Anwendungen auf Eclipse-Basis gemacht. Andererseits haben uns die Architektur, die Tutorials, die kurze Schulung und der grosse Entwicklerkreis von Eclipse Scout überzeugt», sagt Nils Israel. Die früheren Excel-Lösungen werden seit September 2012 sukzessive durch die eigene Software, basierend auf dem Eclipse Scout Framework, abgelöst.

«Der grösste Mehrwert mit Scout: Wir können alles selber machen.»

Nils Israel, Leiter Informationstechnik bei AGRO

In einer Woche produktiv

Innerhalb von nur einer Woche waren Nils Israel und sein Kollege fit auf dem Open Source Framework: «Wir wurden zwei Tage geschult. An den beiden darauffolgenden Tagen konnten wir bereits selbst entwickeln. Experten von BSI standen uns bei Fragen zur Seite. Am fünften Tag nahmen wir am Workshop zur Continuous Integration teil. Hier haben wir viel über das fortlaufende Zusammenfügen von Komponenten zu einer Anwendung gelernt, um die Softwarequalität laufend zu steigern. Gerade dieser Tag hat uns eine ganze Ecke weitergebracht. Im Selbststudium hätten wir das sicher nicht so hinbekommen», sagt Nils Israel und fährt fort: «Das Scout Team bei BSI ist sehr kompetent. Das Beste ist jedoch, dass wir darüber hinaus ganz wenig Unterstützung gebraucht haben. Das Forum wird aktiv betreut, Tutorials werden weiterentwickelt. Wir schätzen den Austausch, stehen aber inhaltlich ganz auf eigenen Beinen.» Als grössten Mehrwert für AGRO bezeichnet Nils Israel genau diese Autonomie: «Wir können alles selbst machen. Unter einer Oberfläche können wir mehrere Datenquellen verbinden, haben eine einheitliche Schnittstelle und die Daten zentral gehalten.»

«Sie konnten sogar schon Contributions an die Community zurückgeben.»

Matthias Zimmermann, Scout Co-Lead bei BSI

Erste Umsetzungen im Scout Framework

Die Anwendung für die Maschinenstammdatenverwaltung ging dem kleinen Team einfach und schnell von der Hand. Sie wurde bereits von den Mitarbeitenden in den Fachabteilungen getestet und ist sehr gut angekommen. Deshalb konnten sich Nils Israel und sein Kollege schon bald dem nächsten Projekt widmen: einer Anwendung mit verschiedenen Modulen für die Verwaltung von Prüfberichten zur Qualitätssicherung. Diese soll bis Herbst abgeschlossen sein. «Wir nutzen in dieser Anwendung erstmals auch den Scout Support für Webservices, um mit mobilen Endgeräten zu kommunizieren», so Nils Israel. Die Mitarbeitenden in der Produktion erfassen die Daten. Diese werden über Webservices an Scout übergeben und in die Datenbank geschrieben. Die Auswertung der Prüfberichte erfolgt auch in der Scout-Applikation. AGRO hat bereits etwas an die Scout Community zurückgegeben: «Wir haben ein Tutorial zur Einbindung einer Reporting Engine in Scout geschrieben», sagt Nils Israel.

Federkern-Maschine
Maschinen zur Federkernproduktion sind keine Massenware, sondern auf ihre Aufgaben massgeschneidert – so wie Scout-Anwendungen.

Grosser Benefit auch für kleine Teams

«Es ist eindrücklich, welche grossen Fortschritte selbst kleinste Teams mit dem Scout Framework machen können. Nach einer kurzen Starthilfe kann AGRO heute bereits alles selbst realisieren und sogar schon Contributions an die Community zurückgeben», freut sich Matthias Zimmermann, Scout Co-Lead bei BSI.

«Wir schätzen den Austausch, stehen aber inhaltlich auf eigenen Beinen.»

Nils Israel, Leiter Informationstechnik bei AGRO

AGRO Firmensitz
Gut geschlafen? AGRO in Bad Essen ist einer der grössten Hersteller von Federkernen.

Scout für AGRO: Schlafqualität made in Germany, Spezialsoftware built with Scout

Im Familienunternehmen AGRO arbeiten rund 400 Mitarbeiter täglich daran, dass wir nachts zur Ruhe kommen. Die Wurzeln des Familienunternehmens reichen ins Jahr 1948 zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand eine hohe Nachfrage nach Möbeln, woraufhin der Landwirt Friedrich Grothaus ein Unternehmen gründete, das Komponenten für die regionale Möbelindustrie anbot. Namensgeberin des Unternehmens wurde seine Frau Anneliese GROthaus: Aus ihren Initialen entsteht der Firmenname AGRO, der die Basis für eine aussichtsreiche Zukunft darstellen sollte. 1979 stieg sein Sohn, der studierte Diplomvolkswirt Wolfgang Grothaus, ins Unternehmen ein. Zu dem Zeitpunkt beschäftigte AGRO etwa 12 Mitarbeiter und produzierte ausschliesslich zylindrische Federkerne. Heute werden am Hauptsitz in Bad Essen im Osnabrücker Land unterschiedlichste Bonnell-, Leicht- und Taschenfederkerne produziert. Neben der Federkernproduktion hat sich auch eine eigene Drahtproduktion angesiedelt, die etwa die Hälfte des von AGRO für die Federkerne benötigten Drahtes liefert. 

Das Unternehmen legt nach wie vor grossen Wert auf die persönliche Betreuung der Kunden, kontinuierliche Investitionen in den Standort Bad Essen und die Weiterentwicklung des Produktportfolios. Mit der perfekten Kombination aus Hands-on-Mentalität und unternehmerischem Denken hat sich Wolfgang Grothaus das Vertrauen von Kunden und Mitarbeitenden erarbeitet und das Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist: eine grosse Familie, in der alle Mitarbeiter gemeinsam für das Unternehmen einstehen und sich mit vollem Einsatz den neuen Herausforderungen des globalen Marktes stellen. Durch die Übertragung der Mehrheit aller Firmenanteile an seine Kinder Sabine und Christian Grothaus ist sichergestellt, dass die Werte des Familienunternehmens – langfristige Perspektiven, Verantwortung für Mitarbeiter, kurze Entscheidungswege und vernünftiges wirtschaftliches Handeln – auch in die Zukunft getragen werden. Das macht das Familienunternehmen AGRO ein Stück weit besonders. 

Selbstgemacht ist auch die Unternehmenssoftware – für ein so hochspezialisiertes Produkt existiert keine Standardlösung am Markt. Highlights aus der Umsetzung der Spezialsoftware auf Eclipse-Basis: 

  • Effizient: Internes 1,5-Mann-Team ist innerhalb von nur einer Woche produktiv
  • Innovativ: Anbindung von mobilen Endgeräten über Scout Webservices
  • Kompakt: In einer Oberfläche werden mehrere Datenquellen verbunden
  • Autonom: Eigenständige Realisierung von Spezialsoftware