Frischzellenkur fürs bestehende CTMS

17.05.2018, Pamela Penman

In vielen Pharmaunternehmen gibt es Clinical Trial Management Systeme (CTMS), die zwar ein wichtiger Bestandteil des bestehenden Systems geworden, aber schwierig zu warten sind. Ein Upgrade scheint wegen hoher Kosten und interner Aufwände fast unmöglich. Das bedeutet: Kompromisse bei der Produktivität und erzwungene Work- arounds für Geschäftsprozesse. Jetzt hat das CTMS-Team von BSI eine clevere Lösung für ein Fortune-500-Unternehmen gefunden.

Das Dilemma des Pharmaunternehmens war für BSI eine willkommene Herausforderung. «Die Anwender, vor allem die Studienmonitoren, waren schon sehr lange über die komplexe und schwierig zu bedienende Benutzeroberfläche frustriert», erklärt Jan Klint Nielsen, Projektleiter bei BSI. «Die Schulungskosten waren sehr hoch und die Akzeptanz sehr tief», so Nielsen. «Eine Situation, die man mit einem Softwareprodukt nie erleben will. Wir wussten, dass wir helfen konnten.»

Open Source als Chance

Neue Module zum bestehenden CTMS sorgen für ein besseres Benutzer-erlebnis und höhere Datenqualität.

Das CTMS-Team ging umgehend an die Arbeit. «Unsere Software basiert auf einer offenen Architektur. So wussten wir von Anfang an, dass wir eine modulare Lösung mit der Möglichkeit, wichtige Funktionen in die bestehende Architektur einzubinden, anbieten können», erklärt der CTMS-Systemarchitekt Stefan Vogt. Überraschenderweise seien viele Systeme ausschliesslich für die Interaktion mit anderen Anwendungen des Herstellers ausgelegt: «So können Softwarehäuser den Verbraucher an ihre Software binden, was dazu führt, dass Änderungen unter Umständen sehr teuer werden», so Nielsen.

Nahtlose Integration

In diesem Fall konnte der Kunde von der offenen Architekturplattform von BSI profitieren. Das BSI Team entwickelte ein individuelles Monitorbesuchsmodul und integrierte es direkt in die bestehende klinische Plattform des Kunden. Das neue Modul arbeitet nahtlos mit dem CTMS zusammen, was ein besseres Benutzererlebnis und eine höhere Datenqualität gewährleistet. Das Ergebnis ist ein Best-case-Szenario für den Kunden. «Wir konnten Funktionen hinzufügen, die unseren Monitorbesuchsprozess verbessern, ohne unsere gesamte Softwareinfrastruktur überarbeiten zu müssen», so der Kunde.

Hohe Akzeptanz heisst bessere Daten

BSI CTMS überzeugt auch international, wie hier am Messestand für Boston und Orlando (USA). Mit dem modularen technischen Aufbau lässt es sich entweder als komplette Einheit oder als Einzelteil nahtlos und kostengünstig in bestehende Systemlandschaften integrieren.

Die Ergebnisse waren beeindruckend. Die Zufriedenheit der Anwender zeigte sich darin, dass das Tool nun regelmässig genutzt wurde. Das wiederum bedeutet weniger Fehlerquellen. Tatsächlich funktionierte die Software so gut, dass der Kunde BSI um eine weitere modulare Funktion bat: ein Werkzeug zur Patientenrekrutierung. Erneut konnte ein Bereich, der durch das aktuelle CTMS des Kunden unterversorgt war, vom BSI Team optimiert werden. Mit dem neuen webbasierten Tool können Forschungsleiter rund um den Globus nun die Rekrutierung von Patienten für klinische Studien planen. Das Tool liefert die Daten direkt ans Data Warehouse, welches allen qualifizierten Anwendern jederzeit eine genaue Patientenrekrutierung ermöglicht.

Wie das Monitorbesuchsmodul bietet auch das Patientenrekrutierungsmodul eine intuitive Benutzeroberfläche im BSI Stil, die den Prozess vereinfacht und dem Anwender gleichzeitig die Möglichkeit bietet, alle weltweit durchgeführten Studien aus der Vogelperspektive zu betrachten. «Mit dem Rollout haben wir es den Mitarbeitern weltweit ermöglicht, gleichzeitig mit einem webbasierten Tool zu arbeiten», erklärt Nielsen.

Auch der Kunde ist begeistert. «Die neue Lösung zur Patientenrekrutierung ist einfach zu bedienen und ermöglicht eine effiziente Patientenplanung für klinische Studien. Die Mitarbeiter profitieren von konsistenten Updates und automatisierten Reports, und die Planung kann unkompliziert erfasst, gesteuert und ausgewertet werden», so der Projektleiter des Kunden.

«Wir bieten die Möglichkeit, Funktionen in die bestehende Architektur einzubinden.»

Stefan Vogt, CTMS-Systemarchitekt bei BSI

Kostengünstige Aufwertung

BSI sieht die Erfahrungen aus dem Projekt als Chance: «Viele Unternehmen, die derzeit mit minderwertiger Technologie leben, könnten von unserer Software profitieren», erklärt Nielsen. «Mit dem modularen technischen Aufbau lässt sich BSI CTMS entweder als komplette Einheit oder als Einzelteil nahtlos und kostengünstig in die bestehende Systemlandschaft integrieren. Durch die Einhaltung technischer Standards wie SOA oder Java sind sowohl Anpassungen an neue oder geänderte Prozesse als auch Schnittstellen zu anderen Systemen einfach zu handhaben», so Nielsen.